Die beliebteste Terrier Rasse der Welt, der Westie

Laut einer Überlieferung ist die Westie Hunderasse durch einen Unfall entstanden. Auf der Jagd geschah Colonel Malcom aus Poltalloch in Argyllshire ein schlimmes Missgeschick, irrtümlich erschoss er seinen eigenen Hund. Er schoss auf seinen Hund weil er ein roter Cairnterrier war und er ihn deshalb mit dem Fuchs verwechselte, welchen er eigentlich erlegen wollte. In dem Moment hat er beschlossen nur noch weiße Hunde zu züchten um diese besser von anderen Tieren unterscheiden zu können.
Tatsächlich gab es unter den damaligen Jagdterriern immer wieder hellere bis weiße Würfe. Allerdings wurden die immer für schwach gehalten und somit ungeeignet zur Jagd, so wurden die meisten kurz nach der Geburt ertränkt.

Doch Colonel Malcom of Poltalloch belehrte die Züchter eines besseren, er bewies das die helleren Würfe genauso geeignet waren für die Jagd wie ihre dunkleren Artgenossen. In folge dessen wurde er nun als Jagd- und Arbeitshunds gezüchtet und auf den Kampf mit Dachs, Otter, Fuchs und Wildkatze trainiert und spezialisiert. Ideal auch als Gruppenjagdhund geeignet weil er die Fähigkeit besaß sich in der Gruppe sehr gut unterzuordnen. Genau diese Eigenschaft besitzt der West Highland White Terrier, kurz Westie, noch immer. Er ordnet sich friedlich in einer Gruppe unter und muss nicht immer im Mittelpunkt stehen.

Mit der Zeit haben sie die Westies von gezüchteten Jagdhunden zu liebevollen Familienmitgliedern entwickelt. Doch trotz des süßen Gesichts und warmherzigen Wesens darf man den Westie niemals als Schoßhund ansehen. Denn seine ursprünglichen Anlagen, geprägt durch jahrelange Zucht, hat er bis heute nicht verloren. Eigenschaften wie Mut, Ausdauer, Selbstbewusstsein lassen ihn seinen Besitz oder seine Familie erbittert verteidigen. Sein Gebiss lässt auch noch heute den ursprünglichen Einsatzzweck erkennen.

Zwei weitere Eigenschaften sind sein Charme und seine Beharrlichkeit, deshalb muss er mit viel Liebe aber auch mit viel Konsequenz erzogen werden. Bei Provokationen teilweise viel größerer Lebewesen bleibt der Westie ausgesprochen ruhig, das allerdings nur mit konsequenter Erziehung.

Wer sich für einen Westie entscheidet hat also nicht den typischen aufgeregten, laut kläffenden kleinen Hund im Haus. Ein Westie ist viel ruhiger und besonnener als seine Größe es vermuten lassen würden. Wenn man einen Westie fragen würde, würde er sich sicherlich jenseits der Doggengröße ansiedeln.

In der Familie ist er der friedliche Familienhund, sehr kinderlieb, aber in sein wachsamer und intelligenter Blick sind nicht nur vorgetäuscht, er kann durchaus größeren Artgenossen das Fürchten lehren. Fast immer ist ein Westie für einen ausdauernden Spaziergang zu begeistern, denn im dem kleinen Energiebündel steckt viel mehr Energie als man es auf den ersten Blick vermuten würde. Doch er kann auch anders, er kann sehr verschmust sein und einfühlsam die Streicheleinheiten des Menschen genießen.

Zu einem faszinierenden Wesen machen den Westie seine große Spannbreite an Emotionen und Eigenschaften. Seine bedingungslose Liebe und Treue beweist er seinem Herrchen jeden Tag aufs Neue und zieht damit jeden in seinen Bann.

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