Laut der Fédération Cynologique Internationale (FCI), dem internationalen Dachverband für die Klassifikation von Rassehunden, lautet die richtige Klassifikation für einen Yorkie Gruppe 3 (Terrier) -Sektion 4: (Zwerg-Terrier).
Die Entstehungsgeschichte dieses Hundes beginnt in der nordenglischen Grafschaft Yorkshire gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit wurde aus verschiedenen Terrier-Rassen ein Hund gekreuzt, der zwischen 22 und 24 cm groß ist und lediglich 2,4 bis 3,1 Kilogramm schwer ist. Dabei hat sein Fell eine stahlblaue Färbung auf dem Deckhaar, welches an der Brust und an den Läufen durch sogenanntes helles Tan-Haar ergänzt wird. Die Fellstruktur ist seidig und weich und häufig nahezu bodenlang.
Bei solch geringen Ausmaßen eines Hundes stellt sich natürlich die Frage, wie es diesem kleinen Kerl gelungen ist, sich über mehrere Jahrhunderte zu etablieren. Genau in seiner Körperlichkeit sahen die Arbeiter aus dem England des 19. Jahrhunderts seinen Vorteil. Damals, als die gemeine Bevölkerung Englands hungerte und die Jagdgründe Hoheitsgebiet waren, wurde dieser Hund sehr erfolgreich als Kleinjäger eingesetzt und er erbeutete Mäuse,Ratten und plünderte die hoheitlichen Kaninchenbauten. Hilfreich war ihm dabei zudem sein mangelnder Respekt vor weitaus größeren Gegnern, sowie seine angeborene Furchtlosigkeit.
Heutzutage gilt der Yorkshire Terrier nicht mehr aufgrund seiner Jagdbegabtheit als idealer Hund, sondern vielmehr wegen seines Wesens und seines Aussehens. Allerdings muss betont werden, dass es sich, trotz der geringen Größe, um einen waschechten Terrier handelt, der eine konsequente Erziehung benötigt, um seine manigfaltigen Vorzüge zum Ausdruck bringen zu können. So gilt er als ausgezeichneter Familienhund, der gut mit Kindern zurecht kommt. In der Interaktion mit anderen Hunden zeigt sich das typische Terrier-Verhalten, das es ihm ermöglicht, schnell und selbstbewusst Kontakt zu Seinesgleichen aufzunehmen.
Durch seine Wurzeln steckt auch in der heutigen Zeit noch so viel Wachhund in einem Yorkie, das er sich Fremden gegenüber reserviert verhält und seinen Unmut im Zweifelsfall lautstark kund tut.
Ein weiterer Grund, sich für einen Yorshire Terrier zu entscheiden liegt in unserer eigenen Wohnsituation. Oftmals bieten unsere Städte für große Begleithunde zu wenig Raum, um sich artgerecht bewegen zu können. Ein kleiner Hund hingegen, und der Yorkie gehört dazu, fühlt sich auch durchaus in der Stadt wohl.
Letzendlich muss sich jeder potentielle Yorkie-Besitzer darüber im Klaren sein, dass er im Begriff ist, sich einen Rassehund zuzulegen, der bis zu 15 Jahre alt werden kann. Und auch wenn der Yorkshire Terrier ein kerniger, kleiner Bursche ist, so fallen doch auch hier regelmäßige Fixkosten, wie beispielsweise Tierarztkosten an. Zudem sollte bei der Anschaffung stets auf zertifizierte FCI-Papiere sowie einen gültigen Impfpass für den Hund geachtet werden, dann haben sie einen Freund mit dem Herzen eines Löwen, mit dem sie Pferde stehlen können.
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